August 19

Mit professioneller HR Arbeit Kostentreiber im Betrieb senken

Diese Kostentreiber kannst du mit professioneller HR-Arbeit senken

Vielfach herrscht in Unternehmen noch die Auffassung, dass Personalabteilungen nur Geld kosten und dem Business wenig Nutzen bringen. Abgesehen vom Recruiting natürlich, denn durch den Fachkräftemangel ist hier ein wahrer Kampf um die besten Humanressourcen entbrannt.

Dass HR viel mehr kann, als nicht-operative Kosten zu verursachen möchte ich euch mit diesem Blogartikel näherbringen.

Hohe Fluktation

Mit guter Personalarbeit können Kosten durch hohe Fluktuation gesenkt werden. Ich habe in den letzten Jahren eine vermehrt höhrere Fluktuation, über diverse Branchen und Unternehmen hinweg beobachten können. Viele meiner Kunden haben hier dieselben Schmerzen. Man will wachsen, braucht dazu gute Arbeitskräfte, bekommt wenige vom Markt und kaum sind sie eingearbeitet, sind sie auch schon wieder weg. Fluktuationsraten in Gewerbe und Industrie von bis zu 20% pro Jahr sind leider keine Seltenheit mehr. Und das ist wirklich viel. Organisationen kommen mit derartigen Zahlen leider kaum zur Ruhe bzw. kaum in ein positiv, sich entwickelndes Fahrwasser. Ständig sind Führungskräfte und ganze Abteilungen damit beschäftigt das On- und Offboarding zu begleiten. Und das wiederum bindet Kapazitäten. Es kostet Geld. Auch die ständigen Stellenausschreibungen, wiederkehrende Bewerbungsgespräche, Überstundenkosten, hohe Krankenstände durch chronische Unterbesetzung und nicht zuletzt der entstehende Wissensverlust (bzw. Aufwand diesem entgegen zu wirken) kosten viel Zeit und Geld. – Es gilt: Kriegst du die Fluktuation in den Griff, kriegst du die Kosten in den Griff. Zeit also, hier anzusetzen und in eine professionelle HR-Abteilung zu investieren.

Demotivation und innerlich Gekündigte

Auch im Bereich Demotivation und innerlich Gekündigte kann dir als Unternehmer ein guter Personaler zur Seite stehen. So hart es klingt: Es ist für jedes Team wichtig, die „bad apples“ zu kennen und notfalls unschädlich zu machen. Non-Performer zerstören jede Teammoral und müssen schlimmstenfalls aus dem Unternehmen entfernt werden. Eine professionelles HR-Management ist Ansprechpartner in Fragen der Gesprächsführung (Erwartungen & Feedback), ist Sparring-Partner für das Management und außerdem Experte in arbeitsrechtlichen Fragen.

Krankenstände

Hoch lebe unser österreichisches Gesundheitssystem, welches sich im internationalen Vergleich immer noch sehen lassen kann. Für Arbeitgeber bedeuten Krankenstände aber teure Ausfallszeiten. Und daher ist es wichtig, Krankenstände zu tracken und soweit es geht, auszuwerten. Auffällige wiederkehrende 1-Tages-Krankheiten, oder Montagskrankheiten gehören gemeinsam mit der Führungskraft und dem Mitarbeiter angesprochen und abgestellt. Krankheitsursachen können bis zu einem gewissen Grad von der ÖGK ausgewertet werden, oder man bekommt vielleicht auch sogar intern selber mit, was die häufigsten Krankenstandsursachen sind. Wenn möglich, sollte man die Ursachen finden und abstellen. Beispielsweise bei Arbeitsplätzen mit auffällig vielen Rückenproblemen kann versucht werden, dem mit geeigneten ergonomischen Arbeitshilfen gegen zu wirken.

Administrative Unsinnigkeiten

Administrative Unsinnigkeiten können eingespart werden. HR kann einen Beitrag dazu leisten, dass mehr „operational Excellence“ in den Betrieb Einzug hält. Ich meine damit, dass man sich mehr auf die wirklich mehrwertgenerierenden Tätigkeiten konzentriert. Frei nach der 80/20-Regel, die besagt, dass man mit 20% des Aufwands, 80% der Ergebnisse erreichen kann. Um die restlichen 20% der Ergebnisse zu erreichen, ist aber oft ein überproportionaler Aufwand nötig. Dies gilt es zu erkennen und abzuwägen. Auch im HR-Bereich selbst setzen vor allem große Unternehmen vermehrt auf komplexe Prozesse und Tools, die an der Basis nicht immer hilfreich sind. Ich sage: Weg damit! Konzentrieren wir uns wieder auf unsere Kernkompetenzen und -tätigkeiten, mit denen dem Business WIRKLICH geholfen ist. Dabei helfen folgende Fragen:

  • Was brauchen wir wirklich?
  • Wird das, was wir jetzt glauben, in 5 Jahren wirklich noch so sein? Oder sogar in 5 Monaten?
  • Wenn nein – dann STOPP und volle Konzentration auf andere Themen.

Arbeitszeitmodelle und Entlohnungssysteme screenen

Ich kenne das aus vielen Unternehmen. Einmal festgelegte Modelle werden nur im äußersten Notfall jemals wieder angegriffen. Oft stehen dem hartnäckige Betriebsräte gegenüber, manchmal auch nur der innere Schweinehund, sich damit nicht auseinander setzen zu wollen. Entweder geht man mit der Zeit, oder man geht mit der Zeit. Und so ist es auch in diesem Fall. Es kann sich lohnen, alle paar Jahre zu hinterfragen, ob die Art und Weise der vertraglichen Gestaltungen noch zeitgemäß ist und ob es Möglichkeiten gibt, neue Vereinbarungen zu treffen, die den neuen Anforderungen der Zusammenarbeit besser entsprechen.

Einsparpotenzial durch hybride Arbeitsformen

Im Zuge der Hybridisierung unserer Arbeitswelt – Home-Office vs. Arbeiten im Büro des Arbeitgebers – entstehen auch Einsparpotenziale bei Büroräumlichkeiten und -ausstattung. Je mehr Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten, desto mehr Bürofläche, Strom- und Heizkosten können eingespart werden. Klar, 100% Home Office und gar kein Unternehmensgebäude mehr, das wird es nicht spielen. Aber realistische Potentiale sollten geprüft und sinnvoll genutzt werden (zB Shared Desk Modelle).

Talentschmiede

Im Unternehmen eine eigene Talentschmiede aufbauen. Viele erfolgreiche Unternehmen setzen schon lange auf Talent- und Qualificationmanagement. Das heißt, es wird überlegt, wie Potenzialträger und Schlüsselfunktionen im Unternehmen identifiziert, gefördert, entwickelt und nachbesetzt werden können. Solche Vorgehensweisen und Programme halte ich aus zwei Gründen für sehr schlau: Einerseits setzt man so ein Zeichen im Unternehmen, dass Mitarbeiter sich hocharbeiten, oder bereichsübergreifend weiterentwickeln können. Andererseits kann man durch eine geschickte Nachfolgeplanung Wissen im Unternehmen halten und das Risiko senken, dass man am externen Arbeitsmarkt keine passende Nachbesetzung findet.

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